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AED feierte 5-jähriges Jubiläum

Am 5. Mai 2026 durften wir gemeinsam ein ganz besonderes Jubiläum feiern: 5 Jahre AED – Association of Entrepreneurs with Disabilities Austria.
Ein Abend voller Begegnungen, inspirierender Geschichten, ehrlicher Gespräche und großer Emotionen.

Passend zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stand der Abend ganz im Zeichen von Inklusion, Unternehmertum und neuen Perspektiven. Was vor über fünf Jahren als Idee begann, ist heute eine starke Bewegung geworden, getragen von Menschen, die an Möglichkeiten glauben und Barrieren nicht als Ende, sondern als Herausforderung sehen. Durch den Abend in den Räumlichkeiten der Firma Videbis GmbH führte die Generalsekretärin der AED Sonja Reingrabner.

Den Auftakt machte AED-Präsidentin Marion Lampée mit sehr persönlichen Worten. Sie sprach über Mut, Zusammenhalt und darüber, wie aus einer Vision Schritt für Schritt Realität wurde. Besonders bewegend war ihr Blick auf die vielen Menschen, die in den vergangenen Jahren ihren Weg in die Selbstständigkeit gewagt haben, zwar oft gegen Widerstände, aber niemals ohne Hoffnung. „Die AED ist für mich weit mehr als eine Organisation. Sie ist der Beweis dafür, dass aus einer Idee eine Bewegung werden kann.“

Ein emotionaler Höhepunkt war die Gesprächsrunde mit den „Gründervätern“ der AED: Hannes Hofer, Christian Zehetgruber, Markus Raffer und Elmar Fürst erinnerten sich an die ersten Ideen, an mutige Entscheidungen und an den gemeinsamen Wunsch, Unternehmertum für Menschen mit Behinderungen sichtbarer und zugänglicher zu machen. Dabei wurde spürbar: Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen Gesprächen und mit Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Für musikalische Gänsehautmomente sorgte Simon Malleczek am Saxophon, später gemeinsam im Duett mit Katharina Lena Rethaller. Die Musik verlieh dem Abend eine besondere Atmosphäre: festlich, berührend und voller Lebensfreude.

Ein weiterer inspirierender Höhepunkt war die Keynote von Tomas Ducai, live zugeschaltet aus den Niederlanden. Der angehende Molekularbiologe und weltweit erste analoge Para-Astronaut im Rollstuhl sprach eindrucksvoll darüber, wie Grenzen neu gedacht werden können, in der Wissenschaft, in der Gesellschaft und vor allem in unseren Köpfen. Seine Botschaft war klar: Inklusion bedeutet nicht Anpassung, sondern die Erweiterung von Möglichkeiten.

In der darauf folgenden Diskussionsrunde wurde es persönlich, offen und ehrlich. Gemeinsam mit Rita Laila Fussenegger, Tomas Ducai, AED-Vizepräsident Thomas Haller und AED-Präsidentin Marion Lampée wurde – moderiert von Florian Unterberger – über Unternehmertum zwischen Risiko, Resilienz und Realität gesprochen. Über Herausforderungen, über das Scheitern, aber auch über Stärke, Mut und die Kraft, trotz Hindernissen weiterzugehen. Besonders spürbar war dabei ein gemeinsamer Gedanke: Der Fokus muss weg von Defiziten hin zu Potenzialen.

Beim anschließenden Ausklang mit Buffet, Musik vom Trio Future Love, Geo Popoff, Dominik Grafl, und vielen Gesprächen wurde gefeiert, gelacht, vernetzt und nach vorne geblickt. Denn eines hat dieser Abend ganz deutlich gezeigt: Die ersten fünf Jahre der AED waren erst der Anfang.

Danke an alle Mitglieder, Partner*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen der AED, die diesen Weg möglich machen. Danke für Vertrauen, Engagement und den gemeinsamen Glauben daran, dass Inklusion und Unternehmertum zusammengehören.

Wir freuen uns auf alles, was noch kommt.
Auf die nächsten Jahre.
Auf neue Perspektiven.
Auf eine Zukunft ohne Barrieren.

Fotos © Judith Wiesinger